Die 5 wichtigsten Trends im Österreichischen E-Commerce 2024

 

Der brandneue E-Commerce Report der Nexi Group liefert, basierend auf tausenden wöchentlichen Interviews, exklusive Einblicke in das Kaufverhalten der Österreicher:innen. Die Studie deckt entscheidende Entwicklungen auf und zeigt, wie sich der Markt verändert. Ein zentrales Ergebnis vorweg: Die Grenzen zwischen den Altersgruppen im Online-Shopping verschwimmen zusehends.

 

Die größte Überraschung: Es gibt keine Altersgrenzen mehr

Eines der prägendsten Merkmale des diesjährigen Reports ist die Erkenntnis, dass das Alter im E-Commerce kaum noch eine Rolle spielt. Während viele vielleicht noch das Bild der online-skeptischen Eltern im Kopf haben, zeigen die Daten eine klare Realität: 94 % der 75- bis 79-Jährigen haben in den letzten Monaten online eingekauft. Dies stellt eine massive Zunahme dar und beweist die vollständige Integration der Digitalisierung über alle Demografien hinweg.

 

Die 5 wichtigsten Highlights aus dem Report

Fünf zentrale Erkenntnisse prägen den aktuellen österreichischen E-Commerce-Markt:

  1. 72 % kaufen lokal ein: Trotz der wachsenden Dominanz asiatischer Marktplätze wie Temu und Shein bevorzugt eine überwältigende Mehrheit der Österreicher:innen den Einkauf bei lokalen Online-Shops.
  2. Online-Kleiderkauf sinkt: Überraschenderweise ist der Anteil derer, die Kleidung online kaufen, von 52 % auf 46 % gefallen. Diese Entwicklung könnte den stationären Handel wieder stärken.
  3. Einfachheit schlägt Sicherheit: Die größte Veränderung gegenüber dem Vorjahr: Nicht mehr die Sicherheit, sondern die Einfachheit des Einkaufsprozesses (Convenience) ist nun der wichtigste Aspekt für die Konsument:innen.
  4. Bevorzugte Bezahlmethode ist ein Muss: 63 % der Befragten erwarten, ihre favorisierte Bezahlmethode im Checkout vorzufinden, andernfalls droht ein Kaufabbruch.
  5. Nachhaltigkeit bleibt wichtig: Umweltbewusstsein ist für 56 % der Käufer ein relevanter Entscheidungsfaktor beim Online-Einkauf.

 

Wachstum und Wandel: Ein Blick in die Branchen

Der Report zeigt deutliche Verschiebungen bei den Online-Ausgaben:

  • Stärkstes Wachstum: Die Kategorien Haushaltsartikel und tägliche Notwendigkeiten verzeichnen fast zweistellige Zuwachsraten. Besonders der Online-Kauf von Apothekenartikeln ist seit letztem Jahr von 21 % auf beeindruckende 28 % gestiegen.
  • Stärkster Rückgang: Die Ausgaben für Streamingdienste sind überraschend um fast 7 % gesunken.
  • Klare Gewinner: Reisen (insbesondere Zugtickets mit +5 %), Versicherungen und Tickets für Veranstaltungen erleben einen starken Aufschwung.

 

Wie Österreich am liebsten zahlt: Das große Umdenken

Obwohl die Kredit- oder Debitkarte die am häufigsten angebotene Zahlart ist (70 %), bevorzugen die Konsument:innen laut Umfrage eine andere Reihenfolge:

  1. E-Wallets (Apple Pay, Google Pay etc.)
  2. Rechnungskauf (inkl. Buy Now, Pay Later)
  3. Kredit-/Debitkarten

Die einfache “Zwei-Klick-Zahlung” über das Smartphone hat sich als die bequemste und daher beliebteste Methode etabliert, auch wenn technisch gesehen eine Karte dahintersteht.

 

Fazit: Convenience ist der neue König

Die zentrale Botschaft des E-Commerce Reports 2024 ist klar: Die Zeit, in der Sicherheit die größte Sorge der Online-Shopper war, ist vorerst vorbei. Heute zählt vor allem ein schnelles, reibungsloses und bequemes Einkaufserlebnis. Die “Amazon-Philosophie” des One-Click-Checkouts hat sich als allgemeine Erwartungshaltung etabliert. Für Händler bedeutet das: Der gesamte Prozess, von der Produktsuche bis zur Bezahlung, muss so einfach und komfortabel wie möglich gestaltet sein, um im Wettbewerb zu bestehen.

Du möchtest mehr über den Vortag wissen? Dann schau dir gleich den ganzen Vortrag auf YouTube an!

Zum Video ("Wie kaufen wir online ein?" mit Damir Leko | ECIÖ)

Quellenangabe:
Vortrag: Damir Leko „Wie kaufen wir online ein?“, gehalten am 26.06.2025 bei „Gastvortrag bei E-Commerce Initiative Österreich“.

Zusammenfassung mit Unterstützung durch künstliche Intelligenz, final freigegeben durch den Obmann Sandor Döry von der ECIÖ.